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Anis

Pflanze: Pimpinella anisum L.

Familie: Doldengewächse (Apiaceae = Umbelliferae)

Anwendung:

Das wirksame Prinzip der Anisfrüchte ist das ätherische Öl, das zu 80 bis 95% aus trans-Anethol, 2 bis 3% Estragol (Methychavicol) und etwa 1,5% Anisaldehyd besteht und für den charakteristischen Geruch und Geschmack verantwortlich ist. Ihm wird eine krampflösende, schleimlösende und hemmende Wirkung auf das Wachstum von Mikroorganismen zugeschrieben. In den Früchten sind weiterhin fettes Öl, Phenolcarbonsäuren und Flavonoide enthalten.
Zubereitungen aus Anisfrüchten werden daher zur Behandlung von Krankheiten der Atemwege, krampfartigen Beschwerden des Magen-Darm-Traktes und bei Blähungen angewandt.
Anisöl wird meist nicht aus Anis sondern aus Sternanis gewonnen.
Reines Anisöl darf nicht unverdünnt eingenommen werden (s. Hinweise)!
Zubereitungen aus Anisfrüchten gelten als sicher, sofern sie in für Lebensmittel üblichen Dosierungen verwendet werden. Estragol, cis- und trans-Anethol sind in größeren Mengen möglicherweise bedenklich (s. Hinweise).
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Stand: 22.01.2003

 
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