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Chinarindenbaum, Roter

Pflanze: Cinchona pubescens Vahl

Familie: Rötegewächse (Rubiaceae)

Anwendung:

Rote Chinarinde (syn. Fieberrinde, Apothekerrinde) enthält etwa 30 verschiedene, überwiegend an organische Säuren oder Gerbstoffe gebundene Alkaloide, wobei Chinin, Chinidin, Cinchonin und Cinchonidin den Hauptanteil bilden sowie Gerbstoffe und Bitterstoffe. Zubereitungen aus der Roten Chinarinde werden wegen der Bitterwirkung, die zu einer Zunahme der Speichel- und Magensaftsekretion führt, zur Anregung des Appetits oder bei Verdauungsbeschwerden wie Völlegefühl oder Blähungen eingesetzt. (s.a. Tausendgüldenkraut, Gelber Enzian).
Die in der Volksmedizin propagierte Anwendung als "Grippemittel" entbehrt jeder wissenschaftlichen Grundlage.
In der Lebensmittelindustrie wird Chinarinde zur Aromatisierung von Getränken (Tonics) verwendet.
Gelbe Chinarinde (syn. Fabrikrinde, Calisaya-Chinarinde) wird industriell zur Herstellung der Alkaloide Chinin (Malariamittel) und Chinidin (Antiarrhythmikum) verwendet. Beide Alkaloide sind wegen möglicher, schwerer Nebenwirkungen der Verschreibungspflicht unterstellt.
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Stand: 18.08.2002

 
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