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236 Monographien |
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Fenchel |
Pflanze: Foeniculum vulgare Mill. |
Familie: Doldengewächse (Apiaceae = Umbelliferae) |
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Medizinisch verwendete Sorten stammen ausschließlich aus Kulturen, da Wildsorten sich meist durch einen hohen Estragolgehalt auszeichnen.
Je nach Erntemethode werden beim Bitterfenchel zwei verschiedene Qualitäten unterschieden. Die "Kammware" zeichnet sich durch eine hohe Homogenität aus, da die Früchte jeweils zum optimalen Reifezeitpunkt mittels Spezialwerkzeugen ("Kämme") geerntet werden. Weniger aufwendig ist die Erntemethode des "Srohfenchels". Hier werden die Pflanzen nach dem Mähen in Bündeln nachgetrocknet und anschließen gedroschen.
Die Früchte des Bitterfenchels enthalten ein ätherisches Öl, das zu etwa 70% aus Anethol und 15% Fenchon, das für den bitteren Geschmack verantwortlich ist, besteht. Der Gehalt an Estragol (Methylchavicol) darf max. 5% betragen, da eine kanzerogene Wirkung der Substanz nicht ausgeschlossen werden kann. Ferner sind in den Früchten fettes Öl, Phenolcarbonsäuren, Cumarine, Flavonoide und antioxidativ wirkende Verbindungen enthalten.
Das ätherische Öl wirkt schleimlösend und Auswurf fördernd auf die Atemwege und hemmt ein bakterielles Keimwachstum. An den Verdauungsorganen wirkt es krampflösend und blähungstreibend.
Daher werden Fencheltee und Fenchelhonig nicht nur wegen des angenehmen Geschmacks vor allem in der Kinderheilkunde zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden, Blähungen und Atemwegserkrankungen angewandt. Fenchelhonig wird aus Zusatz von Fenchelextrakten zu Honig hergestellt, es gibt aber auch Qualitäten, die nur einen Zusatz von Fenchelöl verwenden. Reines Fenchelöl sollte bei Säuglingen und Kleinkindern nicht angewendet werden (s. Hinweise)!
Fenchelfrüchte sind auch Bestandteil von Milchbildungstees, die die Milchbildung stillender Mütter fördern soll. |
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Stand: 22.01.2003
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