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236 Monographien |
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Hopfen |
Pflanze: Humulus lupulus L. |
Familie: Hanfgewächse (Cannabaceae) |
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| äußerlich bei Wunden, Geschwüren |
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Hopfen enthält je nach Sorte einen unterschiedlichen Gehalt an Hopfenbitterstoffen und ätherischem Öl. Die harzige Masse wird unterteilt in „Weichharz“, das die Hopfenbitterstoffe (Humulone und Lupulone) enthält sowie das in Petrolether unlösliche Hartharz, das überwiegend die Oxidationsprodukte des Weichharzes darstellt. Weiterhin sind Phenolcarbonsäuren, Flavanone, Chalkone (Xanthohumol) und stickstoffhaltige Verbindungen enthalten. Im Laborversuch erwies sich Xanthohumol als krebshemmend und so gibt es Bestrebungen, den Gehalt in Bieren zu erhöhen.
Traditionell verwendet werden Zubereitungen aus Hopfenzapfen bei Unruhezuständen und nervösen Einschlafstörungen. Das beruhigend wirkende Prinzip ist noch nicht bekannt und klinische Untersuchungen sind kaum vorhanden. Für das bei der Lagerung in geringen Mengen aus den Bitterstoffen entstehende 2-Methyl-3-buten-2-ol sowie für das im ätherischen Öl enthaltene Myrcen sind schlaffördernde Eigenschaften im Tierversuch nachgewiesen worden. Inwieweit diese Substanzen therapeutisch eine Rolle spielen, ist jedoch nicht bekannt. Möglicherweise spielen diese Substanzen für den traditionellen empfohlenen Gebrauch von Hopfenkissen und Hopfenbäder als Einschlafhilfe eine Rolle. Wegen der nicht schlüssig nachgewiesenen Wirksamkeit des Hopfens sind als Fertigarzneimittel Kombinationspräparate mit Baldrian, Passionsblume und / oder Melisse üblich.
Die antibakteriell und antimykotisch wirkenden Bitterstoffe werden äußerlich zur Behandlung schlecht heilender Wunden in der Volksmedizin verwendet. Die Anwendung bei Magenbeschwerden oder Appetitlosigkeit erscheint aufgrund des Gehalts an Bitterstoffen plausibel.
Hopfenzapfen enthalten ein potentes Phytoestrogen (8-Prenylnaringenin), jedoch in so geringen Mengen, dass bei Verwendung in empfohlener Dosierung oder als Nahrungsmittel keine unerwünschten Wirkungen zu erwarten sind. Vorsichtshalber sollte jedoch keine Anwendung während Schwangerschaft oder bei Kindern unter 12 Jahren erfolgen (s. Hinweis).
Weit verbreitet ist die Verwendung des Hopfens in der Bierbrauerei seit Anfang des 14. Jahrhunderts.
Hopfenextrakte finden aber auch in der Kosmetikindustrie Verwendung, z.B. als Zusatz zu Haarshampoos oder Cremes. |
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Stand: 24.04.2006
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