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Melisse / Zitronenmelisse

Pflanze: Melissa officinalis L.

Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)

Anwendung:

Lippenbläschen (Herpes simplex-Infektionen der Haut)
Schlafstörungen
Unruhezustände
nervös bedingte Magen-Darmstörungen
Verwendet werden die vor der Blüte gesammelten und getrockneten Blätter. Die Droge enthält neben den typischen Lamiaceen-Gerbstoffen und Phenolsäuren (Rosmarinsäure), ein ätherisches Öl u.a. mit den Terpenaldhyden Citral und Citronellal, die für den zitronenartigen Geruch verantwortlich sind sowie glykosidisch gebundene flüchtige Substanzen.
Die Melisse wirkt krampflösend, beruhigend und antiviral. Sie wird daher alleine oder in Kombination mit anderen sedativ wirkenden Pflanzenauszügen bei nervös bedingten Einschlaf- sowie funktionellen Magen- und Darmstörungen eingesetzt. Da insbesondere bei höherer Dosierung nicht ausgeschlossen werden kann, dass durch die Einnahme die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigt wird, sollte dies z.B. beim Führen von Kraftfahrzeugen berücksichtigt werden (s. Hinweise).
In der Aromatherapie wird Melissenöl ebenfalls bei Unruhezuständen und Schlaflosigkeit verwendet.
In Laborversuchen wurde eine Wirkung von Melissenextrakten auf die Schilddrüse festgestellt, so dass ein Einfluss auf eine Therapie mit Schilddrüsenhormonen nicht ausgeschlossen werden kann (s. Hinweise).
Äußerlich werden Zubereitungen aus Melissenblätter in Form von Salben zur Behandlung von Herpesinfektionen der Haut („Fieberbläschen“) angewandt. Für den Therapieerfolg ist allerdings eine rechtzeitige, d.h. sofort nach Auftreten der ersten Symptome, Behandlung entscheidend. Prophylaktisch angewandt kann u.U. sogar ein Rezidiv verhindert werden.

Als Gewürz werden wegen des hohen Gehaltes an ätherischen Ölen vor allem frische Blätter verwendet.
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Stand: 14.04.2004

 
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