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Nimbaum, Burma-Nimbaum

Pflanze: Azadirachta indica syn. Antelaea azadirachta (L.) Adelbert

Familie: Mahagonigewächse (Meliaceae)

Anwendung:

Die vielfältigen Anwendungsgebiete in der Indischen Volksheilkunde, wie z.B. Malaria, Magenbeschwerden, Fieber, Mundhygiene, Diabetes, Infektionen, Wurmbefall u.a., führten dazu, dass Zubereitungen verschiedenster Art aus der Rinde, den Blättern und Früchten auf eine therapeutische Wirksamkeit hin untersucht werden. Bisher sind diese Untersuchungen jedoch zu vorläufig, um einen medizinischen Einsatz rechtfertigen zu können.
Im Pflanzenschutz und zur Bekämpfung von Insekten dagegen haben sich bereits wässrige oder alkoholische Extrakte aus dem Samen bewährt.
Als Wirkprinzip kommen hauptsächlich die sehr bitter schmeckenden Limonoide (Tetranortriterpene), wie z.B. das Azadirachtin vor. Sie wirken nicht nur wachstumshemmend auf Pilze, Bakterien und Viren sondern scheinen auch die Entwicklung von Insekten zu stören, so dass diese sich nicht mehr vermehren können. Dabei sind keine Nebeneffekte auf Menschen, Tiere oder Nützlinge beobachtet worden (zur Giftigkeit von Neem s. auch Hinweise). Aus der Tatsache, dass bei Heuschreckenplagen der Niembaum verschont wird, schließt man auch auf eine fraßhemmende Wirkung. Diese Zubereitungen werden daher zur Bekämpfung der Hausstaubmilbe in Matratzen, Polstermöbeln oder Teppichen angewandt, zur Bekämpfung von Pflanzenschädlingen und bei Ungezieferbefall von Haustieren.
Niemöl haltige Zahnpflegemittel scheinen aufgrund der antibakteriellen Aktivität günstig zur Behandlung von Karies und Zahnfleischerkrankungen zu sein.
Der bei der Gewinnung von Nimöl anfallende Rückstand wird neem cake genannt und ist ein wertvoller organischer Dünger.
Entbittertes, hochgereinigtes Nimöl ist das reine fette Öl der Samen und kann möglicherweise als Speiseöl verwendet werden.
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Stand: 18.01.2003

 
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