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Papaya, Melonenbaum

Pflanze: Carica papaya L.

Familie: Melonenbaumgewächse (Caricaceae)

Anwendung:

Verdauungsschwäche bedingt durch Pankreasinsuffizienz
Schwellungen und Ödeme nach Verletzungen oder Operationen
entzündliche Erkrankungen der Atemwege und des Bewegungsapparats
unterstützende Therapie bei bestimmten Krebs- oder Autoimmunerkrankungen
Bandscheibenvorfall
Wundbehandlung
Wurmmittel

Medizinisch genutzt wird der in allen Pflanzenteilen und unreifen Früchten vorkommende Milchsaft, der reich an eiweißspaltenden Enzymen wie Papain, Chymopapain A und B sowie weitere Enzyme und Kautschuk enthält. Diese Enzyme wirken bei entsprechender Dosierung antimikrobiell, entzündungshemmend, abschwellend und immunmodulierend. Kombinationspräparate meist mit anderen Enzymen tierischen oder mikrobiellen Ursprungs werden bei Verdauungsstörungen infolge einer unzureichenden Pankreasfunktion verwendet. Die Wirksamkeit ist jedoch nur bei weitgehendem Ausfall der exokrinen Pankreasfunktion plausibel, da normalerweise der Körper selbst Verdauungsenzyme in ausreichender Menge herstellen kann.
Papain und Chymopapain werden meist in Kombination mit Bromelain, einem Enzym aus der Ananas, zur Behandlung von Schwellungen (Ödemen) und Entzündungen eingesetzt. Die immunmodulatorische Wirkung soll auch im Rahmen einer systemischen Enzymtherapie unterstützend bei verschiedenen Krebserkrankungen und Autoimmunerkrankungen hilfreich sein. Der Wert dieser Therapien ist jedoch sehr umstritten und wird kontrovers diskutiert.
Gereinigtes Chymopapain wird vereinzelt zur Chemonukleolyse bei Bandscheibenvorfällen verwendet. Dieser Eingriff darf nur von Spezialisten bei hierfür geeigneten Fällen durchgeführt werden.
Enzyme werden teilweise in der Wundbehandlung zur Entfernung von Belägen empfohlen.
Der Milchsaft aber auch Zubereitungen aus den Blättern oder den Samenkernen wurden früher als Wurmmittel eingesetzt. Angesichts wirksamerer Alternativen gilt diese Anwendung jedoch heute als überholt.
Papain wird wird in der Lebensmittelindustrie als Zartmacher für Fleisch verwendet. Der Kautschukanteil aus dem Milchsaft wird als Kaumasse für Kaugummis verarbeitet.
Die unreife Frucht dient insbes. in den asiatischen Ländern als Gemüse.
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Stand: 05.10.2007

 
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