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Senf, Schwarzer

Pflanze: Brassica nigra (L.) W.D.J. Koch

Familie: Kreuzblütengewächse (Brassicaceae = Cruciferae)

Anwendung:

Der Schwarze Senfsamen enthält Senfoelglucoside, aus denen nach Zerkleinern und Anrühren mit lauwarmen Wasser durch das Enzym Myrosinase die Senfoele (Allylsenföl) freigesetzt werden. Aufgrund der stark hautreizenden und durchblutungsfördernden Wirkung, wurde mit lauwarmen Wasser angerührtes Senfmehl in Form eines Pflasters Wickels oder Bäder bei Hexenschuss, Erkältungskrankheiten, Rheumatismus und Gefäßerkrankungen angewendet.
Da diese Anwendungen zu starken Nebenwirkungen (s. Hinweise) führen können, kann eine medizinische Verwendung nicht empfohlen werden!
Die Verwendung als Gewürz (z. B. in Form von Senf) ist jedoch unbedenklich.

Das durch Auspressen der Samen oder Schoten gewonnene Schwarze Senfoel (Oleum Sinapis expressum) enthält vor allem fettes Öl. Da es wie auch das Rapsöl einen hohen Gehalt an toxischer Erucasäure aufweist, sollte von einer Verwendung des Öls als Nahrungsmittel abgesehen werden.
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Stand: 30.04.2001

 
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