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Aktuell:
236 Monographien |
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Süssholz |
Pflanze: Glycyrrhiza glabra L. |
Familie: Schmetterlingsblütengewächse (Fabaceae = Leguminosae) |
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Die Süßholzwurzel enthält Saponine, darunter das süßschmeckende Glycyrrhizin, Flavonoide, Chalkone und Cumarine. Zubereitungen aus der Süßholzwurzel werden zahlreiche Wirkungen zugeschrieben, wobei die Förderung der Abheilung von Magen- oder Darmgeschwüren bzw. die Schutzwirkung gegenüber deren Entstehung am besten untersucht ist. Heutzutage ist diese Anwendung jedoch kaum mehr von Bedeutung, da als Ursache für die Entstehung von solchen Geschwüren eine Infektion mit Bakterien (Helicobacter pylori) angesehen wird, die antibiotisch behandelt wird und somit eine Heilung erreicht werden kann.
Glycyrrhizin besitzt weiterhin eine hustenreizvermindernde, entzündungshemmende und schleimlösende Wirkung, die durch eine auf das Wachstum von Bakterien, Pilzen und Viren hemmende Wirkung weiterer Inhaltsstoffe ergänzt wird, so dass die Süßholzwurzel zur Behandlung von Husten aber auch von Entzündungen im Mund- und Rachenraum verwendet wird.
Im Tier- oder Laborversuch konnte auch radikalfangende, immunmodulierende, antihistaminische Eigenschaften und ein Einfluss auf den Stoffwechsel der Geschlechtshormone nachgewiesen werden.
Hervorzuheben ist insbesondere, dass Glycyrrhizin bzw. Glycyrrhetinsäure den Effekt der körpereigenen Hormone Hydrocortison und Aldosteron verstärken und somit zu Nebenwirkungen führen können wie sie bei einer Cortisontherapie auftreten. Daher sind spezielle Anwendungsbeschränkungen zu beachten und die Therapiedauer auf 4 bis 6 Wochen zu beschränken (s. Hinweise)! Auch der übermäßige Verzehr von lakritzehaltigen Süßwaren kann zu unerwünschten Wirkungen bis hin zur Vergiftung führen! |
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Stand: 28.05.2001
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