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Teufelskralle |
Pflanze: Harpagophytum procumbens DC. |
Familie: Sesamgewächse (Pedaliaceae) |
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Die sekundären Speicherwurzeln enthalten Iridoid-glykoside, darunter als Hauptanteil das Harpagosid sowie Phenylethanolderivate, wie z.B. Acteosid und Flavone. Ferner weisen die Speicherwurzeln einen hohen Gehalt an wasserlöslichen Kohlenhydraten auf.
Zubereitungen aus der Teufelskrallenwurzel wirken entzündungshemmend und schmerzlindernd. Zunächst schrieb man diese Eigenschaften den Iridoidglykosiden zu, mittlerweile geht man allerdings davon aus, dass sie das Ergebnis auf der Wirkung des Gesamtextraktes beruht.
Daher sind Aussagen zur Wirksamkeit verschiedener Präparate, deren Extrakte unterschiedlich hergestellt werden und somit auch unterschiedliche Zusammensetzungen besitzen dürften, schwierig (s. Dosierung). Weiterhin problematisch ist, das häufig auch Harpagophytum zeyheri Verwendung findet, die ein etwas anderes Spektrum an Inhaltsstoffen aufweist. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass klinische Untersuchungen zu teils widersprüchlichen Ergebnissen kommen.
Zubereitungen aus der Teufelskrallenwurzel werden zur unterstützenden Therapie von leichten altersbedingten Gelenkerkrankungen angewendet und können so dabei helfen, die Menge an benötigten herkömmlichen Schmerzmitteln einzusparen. Weiterhin können sie sinnvoll bei chronischen Rückenschmerzen, Hexenschuss und Sehnenentzündungen sein. Die Wirkung setzt allerdings erst langsam ein und kommt erst nach 2- bis 4-wöchiger Anwendung zum Tragen.
Aufgrund des bitteren Geschmacks der Iridoide werden Extrakte aus der Teufelskrallenwurzel auch bei Appetittlosigkeit und Verdauungsbeschwerden zur Förderung der Magensäure- und Gallenproduktion verwendet.
Wenig untersucht sind bisher die Wirkungen auf das Herz, den Blutzucker und die Gerinnung sowie die Sicherheit bei Langzeitanwendung. Daher ist bei Vorliegen entsprechender Erkrankungen besondere Vorsicht angebracht (s. Hinweise). |
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Stand: 27.01.2001
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