Schrift

Traubensilberkerze, Juli-Silberkerze

Pflanze: Cimicifuga racemosa (L.) Nutt

Familie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)

Anwendung:

Wechseljahresbeschwerden (Menopause)
Prämenstruelles Syndrom
schmerzhafte Menstruationsbeschwerden (Dysmenorrhoe)

Der Traubenssilberkerzenwurzelstock enthält eine harzartige Substanz, das Cimicifugin und eine Bitterstofffraktion (Racemosin). Als wirksame Inhaltsstoffe werden Triterpenglykoside (Actein und Cimifugosid), Phenolcarbonsäuren und Flavonoide beschrieben. Ferner finden sich u.a. Stärke, Fettsäuren und Salicylsäure. Isoflavone wie z.B. da Formononetin scheinen entgegen früherer Annahmen nicht vorzukommen.
Wässrig-alkoholische Extrakte zeigen estrogenartige, aber auch antiestrogene Effekte, weitere Hormone scheinen nicht beeinflusst zu werden. Es wurden günstige Wirkungen auf psycho-vegetativen Beschwerden wie Hitzewallungen, Reizbarkeit, Schlafstörungen, auf die urogenitale Schleimhaut und die Knochendichte beobachtet ohne dass es dabei zu den unerwünschten Effekten einer Hormontherapie auf Gebärmutter oder Brustgewebe kommt. Somit scheint die Wirkung dieser Extrakte eines sog. SERM (selektive Estrogen Rezeptor Modulation) zu entsprechen.
Trotzdem sollte vorsichtshalber wie bei den Phytoestrogenen bei Vorliegen hormonabhängiger Erkrankungen auf eine Anwendung verzichtet werden (s. Hinweis).
Zubereitungen aus der Traubensilberkerze können mit Johanniskrautpräparaten kombiniert werden.
Eine Besserung der Beschwerden stellt sich nicht sofort, sondern erst allmählich nach einer Anwendung von 2 bis 4 Wochen ein.
Mehr zur Pflanze
Stand: 10.05.2004

 
designed by artpub