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Beschreibung - Basilikum

Basilikum

Basilikum ist eine einjährige, 20 bis 50 cm hoch wachsende Pflanze mit angenehm aromatischem Geruch. Je nach Rasse sind die Schmetterlingsblüten weiß, gelblichweiß oder rötlich gefärbt, die eiförmig oder länglich geformten Blätter grün bis weinrot. Verwendet werden die Blätter vornehmlich als Gewürz, eine medizinische Verwendung wird wegen des Gehalts an Estragol nicht empfohlen (s. Hinweise). Die Basilikum-Art Ocimum sanctum (Tulsi) wird vor allem in ostasiatischen Ländern als Gewürz geschätzt und gilt in Indien als heilige Pflanze.

Steckbrief Basilikum

  • Pflanze : Ocimum basilicum L. Sprengel
  • Familie : Lippenblütler (Lamiaceae)
  • Herkunft: Basilikum ist auf der ganzen Welt zu finden. Es wird vermutet, dass die Pflanze ursprünglich aus Indien stammt.
  • Synonyme: Basilienkraut, Deutscher Pfeffer, Herrenkraut, Hirnkraut, Königsbisam, Königskraut
  • Stand: 21.01.2003

 

Anwendung:

 

Basilikumkraut enthält je nach Sorte, Herkunft und Erntezeitpunkt zwischen 0.04% und 0.7% ätherisches Öl mit den Hauptkomponenten Linalool, Estragol und Eugenol. Weiterhin kommen Gerbstoffe und Flavonoide vor. Da Estragol möglicherweise eine kanzerogene (Krebseregend) Wirkung hat, wird die Verwendung von Basilikumkraut und insbesondere des daraus gewonnenen ätherischen Öls zu medizinischen Zwecken nicht empfohlen (s. Hinweise). Gegen die Verwendung des Krautes als Gewürz bestehen jedoch keine Bedenken. 

 

Dosierung:

 

Nur als Gewürz verwenden!

 

Zubereitungen:

 

Extrakte aus dem Basilikumkraut sind in wenigen Fertigarzneimitteln zur Behandlung von Verdauungsstörungen enthalten. Basilikumblätter bilden die Basis der italienischen Nudelsoße Pesto.

 

Hinweise:

Nicht für medizinische Zwecke verwenden!

Das im ätherischen Öl in u.U. beträchtlicher Menge vorhandene Estragol zeigt im Tierversuch eine mögliche kanzerogene Wirkung (krebseregend). Da zu medizinischen Zwecken Basilikumkraut in größeren Mengen und/oder über längere Zeit eingenommen werden müsste, verbietet sich eine Anwendung aus Sicherheitsgründen.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung / BGVV empfiehlt daher, Gewürze und Kräutertees, die Estragol und/oder Methyleugenol enthalten, nicht in größeren Mengen über längere Zeiträume einzunehmen. Dies gilt in besonderem Maße für Kinder und während Schwangerschaft und Stillzeit. Als Beispiele werden hier genannt: Estragon, Basilikum, Anis, Sternanis, Piment, Muskatnuss, Lemongras sowie Bitterfenchel- und Süßfenchelfrüchte.