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Beschreibung - Dill

Dill

Der im Aussehen dem Fenchel ähnliche Gemeine Dill ist ein beliebtes Würzkraut. Die einjährige Pflanze kann in Kulturform (ssp. graveolens) bis zu 1 m hoch werden. Typisch sind der aromatische Geruch und die feinen, fadenförmigen Blätter. Die gelben Blüten stehen in Dolden, die einen Durchmesser von bis zu 15 cm aufweisen. Die eiförmig bis runden Früchte werden bis zu 5 mm lang und sind leicht spaltbar. Die Teilfrüchte besitzen drei hell gefärbte Rippen. Die Wildform (f.l. minus = Ackerdill) ist kleiner.
Bei dem in Asien angebauten Indischen Dill (ssp. sowa) ist es noch nicht klar ob es sich um eine Form des Gartendills oder um eine eigene Art handelt.
Verwendet werden das Kraut, die Früchte und das daraus gewonnene ätherische ÖL (Dillöl).

Steckbrief Dill

  • Pflanze : Anethum graveolens L.
  • Familie : Doldengewächse (Apiaceae = Umbelliferae)
  • Herkunft: Ursprünglich stammt der Dill aus der Mittelmeerregion, dem Orient und aus dem Süden Rußlands. Heute findet man den Dill fast überall in Europa sowie in Nord- und Südamerika.
  • Synonyme: Dilly , Garden Dill
  • Stand: 17.08.2002

 

Anwendung:

 

Das ätherische Öl des Krautes und der Früchte unterscheiden sich etwas in ihrer Zusammensetzung. Während das Öl der Früchte Carvon (s. Kümmel), Limonen und Myristicin enthält, besitzt das Öl des Krautes zusätzlich Phellandren und Dillether. Weiterhin kommen in der Pflanze Cumarine und Flavonolglykoside vor. In der Volksheilkunde werden Dillkraut und -früchte zur Behandlung dyspeptischer Beschwerden eingesetzt, die Wirksamkeit ist jedoch nicht belegt. Eine medizinische Verwendung kann daher nicht empfohlen werden. Die Verwendung als Gewürz ist jedoch unbedenklich.

 

Dosierung:

 

Keine Empfehlung möglich.

 

Zubereitungen:

 

Homöopathische Zubereitungen.

 

Hinweise:

Durch den Gehalt an Furanocumarinen kann bei Kontakt des frischen Pflanzensaftes mit der Haut in Verbindung mit Sonnenlicht entzündliche Hautveränderungen ausgelöst werden (Phototoxizität).