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Beschreibung - Färberginster

Färberginster

Giftpflanze! Der Färberginster ist ein dornenloser, bis zu 80 cm hoch wachsender Halbstrauch und in Mitteleuropa heimisch. Die bis zu 1,5 cm langen, gelben Blüten sind in Trauben angeordnet. Bei Berührung springen die Blumenblätter auf und die Blüte öffnet sich. Das giftige Alkaloid Cytisin ist vor allem in den Samen und Blättern enthalten. Da es immer wieder zu Vergiftungen vor allem bei Kindern kommt, wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit empfohlen, giftige Pflanzen nicht in Anlagen wachsen zu lassen, die Kindern leicht zugänglich sind.

Steckbrief Färberginster

  • Pflanze : Genista tinctoria L.
  • Familie : Schmetterlingsblütengewächse (Fabaceae = Leguminosae)
  • Herkunft: Den Färberginster findet man in Europa, auf den Kanaren, im Mittelmeerraum und in Westasien. In den USA wird die Pflanze kulturell gezüchtet.
  • Synonyme: Farbkraut, Gelbe Scharte, Gilbkraut, Grünholz, Rohrheide
  • Stand: 08.08.2000

 

Anwendung:

 

Färberginsterkraut wird in der Volksmedizin als Diuretikum und zur Förderung der Verdauung angewendet. Wegen der möglichen Nebenwirkungen sind aber andere Mittel (z.B. Birkenblätter, Löwenzahn) empfehlenswerter.

Eine Vergiftung ist durch das vor allem in Blätter und Samen vorkommende Alkaloid Cytisin bedingt, das nikotinähnliche Wirkungen hat. Durch seine Erbrechen hervorrufende Wirkung sind schwere Vergiftungen glücklicherweise selten, allerdings kann das Erbrechen auch ausbleiben. Daher sollten Sie sich auch in Verdachtsfällen an den Giftnotruf wenden.

Die Blüten des Färberginsters wurden früher zum Färben von Geweben verwendet.

 

Dosierung:

 

Keine Empfehlung möglich!

 

Zubereitungen:

 

Färberginsterkraut kann in einigen Blasen- und Nierentees enthalten sein.

 

Hinweise:

 

Nicht während Schwangerschaft und Stillzeit anwenden, da eine fruchtschädigende Wirkung nicht auszuschließen ist!

Aufgrund der Nebenwirkungen des Färberginsters sind andere pflanzliche Arzneimittel vorzuziehen (z.B. Birkenblätter, Löwenzahn).

Hier finden Sie allgemeine Hinweise für das Verhalten bei Vergiftungsnotfällen.