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Beschreibung - Frauenmantel

Frauenmantel

Die überall auf der nördlichen Erdhalbkugel vorkommende, 30 bis 50 cm hohe Staude, besitzt kleine, unscheinbare, gelbgrüne Blüten. Der Name Alchemilla soll darauf zurückgehen, dass im Mittelalter der sich in den kelchartigen Blätter gesammelte Tau von Alchemisten zur Bereitung des Steins der Weisen verwendet wurde. Die volksmedizinisch behaupteten günstigen Wirkungen des Krautes bei Frauenleiden ist wissenschaftlich nicht belegt. Medizinisch verwendet werden die zur Blütezeit gesammelten oberirdischen Pflanzenteile.

Steckbrief Frauenmantel

  • Pflanze : Alchemilla vulgaris auct. non L.
  • Familie : Rosengewächse (Rosaceae)
  • Herkunft: Die Pflanze ist in Europa, Asien und Nordamerika beheimatet. Der Drogenimport erfolgt über Ungarn, Polen, Bulgarien und Tschechien.
  • Synonyme: Alchemistenkraut, Echter Sinau, Löwenfuß, Marienmantel, Silberkraut, Taublatt, Taumantel, Tauschlüsselchen
  • Stand: 16.03.2000

 

Anwendung:

 

Das Frauenmantelkraut enthält Gerbstoffe und Flavonoide und wird innerlich genommen gegen leichte, unspezifische Durchfallerkrankungen eingesetzt. Die Anwendung bei Frauenleiden ist wissenschaftlich nicht begründet.

 

Dosierung:

 

  • Tee:
    2 Teelöffel (ca. 2 g) Frauenmantelkraut werden mit 150 ml siedendem Wasser übergossen und nach 10 bis 15 Minuten abgeseiht. 3 bis 5 mal täglich eine Tasse Tee trinken.

 

Zubereitungen:

 

Frauenmantelkraut findet sich in einigen fertigen Teemischungen des Handels.

 

Hinweise:

Durchfälle, die länger als 2 Tage andauern oder mit Blutbeimengungen oder Fieber einhergehen, bedürfen der Behandlung durch den Arzt.

Durchfälle im Säuglings- oder Kleinkindalter bedürfen immer einer sofortigen ärztlichen Behandlung!

Bei bestimmungsgemäßer Anwendung sind keine Risiken oder Nebenwirkungen bekannt.