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Beschreibung - Ringelblume

Ringelblume

Die bis zu 50 cm hoch wachsende, meist einjährige Ringelblume mit einem aufrechten, oft reich verzweigtem Stängel. Jeder Stängel und Seitenast bildet ein 5 bis 7 cm großes Blütenköpfchen, das je nach genetischer Art gefüllt oder nicht gefüllt und von hellgelber bis dunkeloranger Farbe sein kann. Die Blätter sind alle filzig behaart. In vielen Gärten findet sie sich auch als Zierpflanze, da sie den ganzen Sommer hindurch blüht. Nach dem Pflücken riecht sie unangenehm. 

Medizinisch verwendet werden die nach dem völligen Öffnen der Blüten gesammelten, vom Blütenboden abgetrennten Zungenblüten gefüllter, orangefarbener Sorten.

Steckbrief Ringelblume

  • Pflanze : Calendula officinalis L.
  • Familie : Korblütengewächse (Asteraceae = Compositae)
  • Herkunft: Die Ringelblume ist in Mittel-, Süd- und Osteuropa beheimatet. In den USA und Westasien gedeiht die Droge mittlerweile auch.
  • Synonyme: Ferminel, Goldblume, Ringelrose, Sonnwendblume, Studentenblume, Totenblume
  • Stand: 21.05.2003

 

Anwendung:

 

Ringelblumenblüten enthalten Triterpensaponine, freie oder veresterte Triterpenalkohole, Carotinoide und Xanthophylle, Flavonoide, ätherisches Öl und wasserlösliche Polysaccharide. 

Auszüge aus Ringelblumenblüten wirken entzündungshemmend, antimikrobiell und fördern die Wundheilung. Sie werden in Form von Salben, Tinkturen oder Umschlägen zur äußerlichen Behandlung von entzündlichen Erkrankungen der Haut und Schleimhäute, schlecht heilender Wunden, Erfrierungen, leichten Verbrennungen und Quetschungen eingesetzt. Volksmedizinisch auch zur Behandlung von venösen Gefäßerkrankungen (Krampfadern). Damit entsprechen die Anwendungsgebiete weitgehend denen den der Arnikablüten.Vor allem bei langdauernder äußerlicher Anwendung können Kontaktekzeme ausgelöst werden (s. Hinweis).

Eine innerliche Anwendung wird nicht empfohlen.

Ringelblumenblüten werden auch Teemischungen als Schönungsdroge zugesetzt, da die goldgelben Blüten das Aussehen des Tees verbessern.

Kosmetik:

Weiterhin finden sich Extrakte in vielen kosmetischen Produkten zur Hautpflege.

 

Dosierung:

 

Tee:

1 bis 2 Teelöffel (2 - 3 g) Ringelblumenblüten werden mit ca. 150 ml heißem Wasser übergossen und nach 10 Minuten abgeseiht.

Innerliche Anwendung:

Heute nicht mehr gebräuchlich.

Äußerliche Anwendung:

Bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum wird mit dem noch warmen Tee mehrmals täglich gegurgelt oder gespült. 

Zur Wundbehandlung wird mit dem Tee ein sauberes, fusselfreies Tuch oder eine sterile Kompresse getränkt und auf die Wunde gelegt. Die Umschläge mehrmals täglich wechseln.

Zubereitungen:

Entsprechend der Gebrauchsinformationen.

 

Zubereitungen:

 

Ringelblumenblüten werden als Schmuckdroge verschiedenen Teemischungen zugesetzt. 

Extrakte aus den Blüten sind in vielen Wundbehandlungsmitteln, z.B. Ringelblumensalbe, aber auch in Fertigarzneimitteln, insbesondere homöopathischen Mitteln enthalten. 

Ringelblumenblütenextrakte finden sich auch häufig in kosmetischen Produkten zur Hautpflege.

 

Hinweise:  

 

Nicht verwendet werden sollten Ringelblumen bei einer Überempfindlichkeit gegenüber Korbblütlern!
Ringelblumen selbst können vor allem bei längerer äußerlicher Anwendung Allergien auslösen und zu Kontaktekzemen führen. Daher sollte die Anwendung unterbrochen werden, wenn keine Besserung eintritt. 

Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch sind bisher keine Nebenwirkungen bekannt.