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Beschreibung - Teebaum

Teebaum

Der Teebaum ist ein bis zu 7 m hoch wachsender, immergrüner Baum mit weißer, papierähnlicher Rinde. Die Blüten bilden einen weißlichen Flaum, der entfernt an Schnee erinnert, daher wird er in Australien auch snow-in-summer genannt. 

Verwendet wird das durch Wasserdampfdestillation gewonnene ätherische Öl der Blätter und Zweigspitzen, das je nach chemischer Rasse eine unterschiedliche Zusammensetzung aufweisen kann.

Steckbrief Teebaum

  • Pflanze : Melaleuca alternifolia Cheel.
  • Familie : Myrtengewächse (Myrtaceae)
  • Herkunft: Der Teebaum wächst in Australien.
  • Synonyme: Tea Tree
  • Stand: 11.07.2002

 

Anwendung:

 

Ein qualitativ hochwertiges Öl zeichnet sich durch einen hohen Gehalt an Terpinen-4-ol und einem niedrigen Gehalt an Cineol aus. Vor allem in Gegenwart von Luftsauerstoff, aber auch durch Einflüsse von Licht und höheren Temperaturen altert das Öl recht schnell, daher ist eine sorgfältige Aufbewahrung notwendig. Man vermutet, dass unerwünschte Wirkungen wie z.B. Sensibilisierung und Hautreizung vor allem auf Bestandteile des Öls zurückgehen, die durch Alterung entstanden sind. Manche Öle können zudem mit Pestiziden verunreinigt sein. Das reine Öl ist von hellgelber Farbe und besitzt einen angenehmen Geruch nach Terpen und Muskat. 

Teebaumöl besitzt eine abtötende Wirkung auf Bakterien, Viren und Pilze und wird oft als "Wundermittel" zur Behandlung von Akne, Haut- oder Nagelpilzerkrankungen, Fieberbläschen (Herpes labialis), Zahnfleischerkrankungen sogar zur Behandlung von Parasitenbefall wie z.B. Läuse oder Flöhe bei Mensch und Tier empfohlen.

Teebaumöl besitzt in Deutschland jedoch keine Zulassung als Arzneimittel, da die Nutzen-Risiko-Bewertung nicht abgeschlossen ist. Daher ist von einer medizinischen Verwendung des Öls abzuraten!

Kosmetische Produkte dürfen allerdings Teebaumöl enthalten.

 

Dosierung:

 

Keine Empfehlung möglich.

 

Zubereitungen:

 

Als Zusatz zu kosmetischen Produkten.

 

Hinweise:

 

Teebaumöl besitzt allergisierende Eigenschaften, die Anwendung auf der Haut oder Schleimhaut kann zu Hautausschlägen führen! 

Eine innerliche Anwendung kann zu Vergiftungserscheinungen führen. Dies gilt auch für Tiere, bei denen das Öl äußerlich angewandt wurde. Besonders Katzen reagieren auf Teebaumöl empfindlich. 

Vergiftungserscheinungen äußern sich in Muskelzittern, Koordinationsproblemen, Schwäche und zentralnervösen Störungen.