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Beschreibung - Walnussbaum

Walnussbaum

Der Walnussbaum ist ein 10 bis 25 m hoch wachsender Baum, dessen unpaarig gefiederten Blätter nach dem Austrieb zunächst rötlich, später grün gefärbt sind. Die männlichen Blüten hängen in langen, grünen Kätzchen, die weiblichen sitzen zu zweit oder zu dritt an den Zweigenden. Die Früchte sind von einer grünen, später braunen, fleischigen Schale umgeben und zählen botanisch gesehen nicht zu den Nüssen, sondern zu den Steinfrüchten.

Steckbrief Walnussbaum

  • Pflanze : Juglans regia L.
  • Familie : Walnussgewächse (Juglandaceae)
  • Herkunft: Beheimatet ist der Walnußbaum China, Zentralasien und Südeuropa. Mittlerweile ist er aber auch in ganz Europa, Nordafrika, Nordamerika und Ostasien kultiviert. Die Droge wird hauptsächlich aus osteuropäischen Ländern importiert.
  • Synonyme: Welsche Nuß
  • Stand: 17.06.2001

 

Anwendung:

 

Medizinisch verwendet werden die gesammelten und getrockneten Laubblätter, die aufgrund ihres Gehaltes an Gerbstoffen in Form von Bädern oder Umschlägen äußerlich bei leichten Entzündungen der Haut oder zur Verminderung übermäßiger Schweißbildung der Hände oder Füße verwendet werden. 

Ältere Blätter und grüne Walnussschalen enthalten Juglon, das zu bräunlichen bis schwarzen Verfärbungen der Haut führen kann. Die Färbewirkung wird in der Kosmetikindustrie zur Herstellung von Haarshampoos ausgenützt. Juglon erwies sich im Tierversuch als erbgutverändernd (s.Hinweise). 

Die reifen Samenkerne oder das daraus hergestellte Walnussöl eignen sich wegen des hohen Gehaltes an ungesättigten Fettsäuren als wertvolles Nahrungsmittel.

 

Dosierung:

 

Umschläge oder Teilbäder:

2 bis 3 Teelöffel zerkleinerte, getrocknete Walnussblätter (etwa 2 bis 3 g) werden mit 100 ml kaltem Wasser angesetzt, zum Sieden erhitzt und nach 15 Minuten abgeseiht und nach dem Abkühlen für Umschläge oder Teilbäder benutzt. Die Anwendung ist ein bis zwei mal täglich möglich.

Frucht:

Zur Unterstützung einer cholesterolsenkenden Diät 8 bis 11 Walnusskerne täglich. Zu beachten ist allerdings der hohe Nährwert der Walnüsse!

Öl:

Walnussöl eignet sich sehr gut als Salatöl, sollte aber nicht zum Braten oder Kochen verwendet werden.

 

Zubereitungen:

 

Keine.

 

Hinweise:

 

Bei akuten Beschwerden, die länger als eine Woche andauern oder immer wieder kehren, ist eine Rücksprache mit den Arzt erforderlich. 

Nicht über längere Zeit oder in höherer Dosierung anwenden!
In den älteren Laubblätter und den Schalen der Früchte ist Juglon enthalten, das für die Färbewirkung verantwortlich ist und sich im Tierversuch als mutagen (erbgutverändernd) erwies. Die Bedeutung dieses Befundes für die äußerliche Anwendung ist noch nicht klar, daher sollte die Anwendung nicht zu häufig erfolgen.