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Hanf, Cannabis

Pflanze: Cannabis sativa L.

Familie: Hanfgewächse (Cannabaceae)

Hinweise:

Nebenwirkungen sind überwiegend aus der missbräuchlichen Anwendung als Rauschdroge bekannt. Bei akutem Gebrauch steht die Beeinträchtigung der gedanklichen und motorischen Fähigkeiten sowie die Steigerung der Herzfrequenz im Vordergrund. Die Fahrtüchtigkeit ist z.B. für etwa 8 Stunden stark eingeschränkt. Durch die Steigerung der Herzfrequenz erhöht sich der Sauerstoffbedarf des Herzens, was bei entsprechend vorbelasteten Personen zu akuten Herzanfällen führen kann. Durch die Weitstellung der peripheren Blutgefäße kommt es im Liegen zu einer Blutdrucksenkung und im Stehen zu einer Blutdrucksteigerung.
Bei häufigem Gebrauch können Aufmerksamkeit und kognitive Leistungen dauerhaft beeinträchtigt werden und es entsteht eine psychische Abhängigkeit. Dass Cannabis als sog. „Einstiegsdroge“ die Entstehung von Abhängigkeiten von anderen Drogen fördert, kann nicht ausgeschlossen werden. Weiterhin wird die Entstehung von Psychosen und Schizophrenie begünstigt. Das Rauchen von Marihuana schädigt die Lunge mehr als Zigarettenrauch, da in der Regel tiefer inhaliert wird. Beim Mann werden die Testosteronspiegel und damit die Spermienbildung gesenkt, bei der Frau kann es zur Unterdrückung des Eisprungs kommen.
Cannabinoide sind sehr lipophil und gelangen während der Schwangerschaft über die Plazenta sowie während der Stillzeit über die Muttermilch in das Kind und können somit die kindliche Entwicklung stören. Der Gebrauch von Cannabis während der Schwangerschaft wird mit einem erhöhtem Risiko für spätere Krebserkrankungen des Kindes in Verbindung gebracht.
Cannabinoide werden nur langsam aus dem Körper ausgeschieden, so dass ein Nachweis auch lange nach Gebrauch noch positiv ausfällt.
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Stand: 13.08.2007

 
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