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Fingerhut

Pflanze: Digitalis purpurea L.

Familie: Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae)

Hinweise:

Die therapeutische Breite (d.h. die wirksame Dosierung liegt nahe bei der Dosis mit toxischer Wirkung) der Digitalisglykoside ist gering. Daher kommen nur noch Fertigarzneimittel zur Anwendung, die Digitoxin als Reinsubstanz enthalten. Diese Präparate sind, wie auch die Pflanze selbst, verschreibungspflichtig.

Vergiftung:

Bereits die Einnahme vom 0.3 g Blätter (bezogen auf das Trockengewicht) bewirken Vergiftungserscheinungen, 2 bis 3 g können für einen Erwachsenen tödlich sein.

Erste Vergiftungserscheinungen treten 1 bis 2 Stunden nach der Einnahme auf und äußern sich in Erbrechen, Schwindel und Sehstörungen, bei Vergiftung durch die Samen auch Durchfälle. Es kommt zu kolikartigen Schmerzen, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Schlaflosigkeit. Am Herzen zeigen sich Herzrhythmusstörungen, der Tod tritt durch Kammerflimmern ein.

Da der Giftentfernung eine entscheidenden Rolle bei der Behandlung einer Vergiftung zukommt, und erste Symptome verzögert auftreten, sollte auch in Verdachtsfällen ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Wenden Sie sich an den Giftnotruf.
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Stand: 17.08.2000

 
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